Ein ermutigendes Zeichen einer den Menschen zugewandten Theologie – Und: Die Eigentorheit mancher Lebensschützer
Nach Medienberichten haben im Dezember 2012 zwei katholische Krankenhäuser in Köln einer vergewaltigten Frau die erbetene ärztliche Hilfe, incl. der „Pille danach“, verweigert.
Der Kölner Kardinal Meisner hat sich öffentlich für das Verhalten der Kliniken entschuldigt und, zunächst nur für sich, [...]
Argumentation zwischen legitimen Sachüberlegungen und moralischen Urteilen*
Steigendes Unbehagen bereiten in letzter Zeit deutlicher werdende Veränderungen in der Art der Diskussion bei Fragen des Lebensschutzes; das gilt auch und insbesondere innerhalb der aktiven „Mitstreiter für das Leben“. Es geht um die notwendige Suche nach den besten, den menschengerechten Lösungen hochkomplexer bio-ethischer Fragen, die sich infolge [...]
Bei der Entscheidung über die Libyen-Hilfe im UN-Sicherheitsrat hat sich Deutschland enthalten und damit seine Verpflichtung zur Schutzverantwortung missachtet. Diese Haltung der „Prinzipienlosigkeit als Prinzip“ hat Fragen aufgeworfen und deutliche Kritik ausgelöst – in der politischen Klasse allerdings eher weniger. Unter der o.a. Überschrift hat Prof. W. Seibel (FAZ, 24. Oktober) einige dieser UN-Entscheidung zugrunde [...]
Im Lebensrecht sind die unterschiedlichsten Gruppen aktiv, darunter auch einige, die sehr undifferenziert, eher „fundamentalistisch“ argumentieren und handeln. Erwähnt sei die sich leider auf beiden Seiten zuspitzende, sogar die Gewaltanwendung nicht ausschließende, Debatte um die Abtreibung (nicht nur in den USA).
Die Frage ist, wie man “Beifall von der falschen Seite” vermeidet. Aus meiner Sicht [...]
Und: Unbestimmtheit bestimmt aushalten Oder: Wie man die Bergpredigt auch mißverstehen kann
Bei einem Besuch in einem – von katholischen Nonnen geleiteten – Hospiz hat die erfahrene Leiterin das Motto ihrer Hilfeleistungen überraschend und drastisch so beschrieben: „Wir werden die Todkranken nicht mit dem Kreuz erschlagen“. Man mag diese Haltung kritisieren, ihr sogar fehlenden „Bekennermut“ [...]
Oder: Die geforderte Vereinbarkeit von Beruf und Familie
Das kann ja nicht gutgehen. Diese Bezeichnung steht für die ungute Mischung zwischen Opportunismus und Zeitgeist. Opportunismus ist die Neigung, jeweils nur das Nützliche/Zweckmäßige zu denken, zu sagen bzw. zu tun. Die Frage, ob etwas gut, richtig und/oder wahr ist, spielt dabei keine entscheidende Rolle. Zeitgeist bezeichnet [...]
Auf der Suche nach Anknüpfungspunkten für den Glauben
Oder: Die „wunderbare Polarität”
Auch wenn unser weitgehend säkularisiertes Umfeld uns oft einen anderen Eindruck vermittelt, lohnt es sich, in dem diffusen Zeitgeist nach Anknüpfungspunkten für unseren Glauben zu suchen. Wir müssen dabei davon ausgehen, dass die “Ambivalenz Signatur der Moderne” (Kardinal Lehmann) ist. [...]
Oder: Für ein zukunftsträchtiges Verhältnis zwischen Leben und Arbeit
Wörtlich übersetzt bedeutet „Work-Life-Balance” eigentlich nichts anderes als ein „ausgeglichenes Verhältnis zwischen Arbeit und Leben”. Es ist richtig: Es gibt ein Leben außerhalb der Arbeit. Ein inzwischen berühmter Werbe-Spruch müßte dann etwa lauten: „Arbeitest Du noch (nur?) oder lebst Du auch?”
Oder: Wie die Sprache eingesetzt wird, um die Wirklichkeit bewußt zu verschleiern bzw. sogar zu verändern
Unsere Sprache ermöglicht einige erhellende Wortkombinationen: „Ihr Tod hat sie unsterblich gemacht” und „Gott sei Dank, bin ich Atheist” oder zum Beweis des Glaubens an eine Wiedergeburt: „Er hat sich selbst zum Erben eingesetzt”.